Die Unterstützung mobilen Pflegepersonals im ländlichen Raum setzt die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Informationen und Diensten ebenso voraus. In diesem Szenario wird darum eine Infrastruktur aufgebaut, die Hausärzte dadurch entlastet, indem ein Teil ihrer medizinischen Aufgaben von speziell geschultem Personal – der sog. Community Medicine Nurse – übernommen werden. Dazu zählen beispielsweise die Überwachung von Messungen und allgemeine Fragen zum Befinden des Patienten.
Am IT Science Center Putbus werden für dieses Anwendungsszenario Kommunikations- und Datenmanagementlösungen erarbeitet, die zunächst mittels WiMax- bzw. WLAN-Technologie eine standortunabhängige Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Schwester und Patient aufbaut. Darüber lassen sich die vor Ort erfassten telemedizinischen Daten wie der Blutdruck oder ein EKG an den Arzt übertragen. Ebenso können bei ärztlich überwachten Patienten sog. Telecare-Geräte installiert und an die Kommunikationsplattform angeschlossen werden.
Zur Datenverwaltung wird ein verteiltes und mobiles Informationssystem entwickelt, welches außerdem multimediale Daten wie Bilder und Videos in Echtzeit verarbeitet. Die Datenverwaltung dient ebenfalls dazu, die Arbeiten der Schwester zu koordinieren und ihre Arbeit sowohl zu optimieren als auch abrechnen zu können, wofür ein GPS-gestütztes System zum Einsatz kommt.